Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz

- eine kleine Chronologie

1977   

 

 In Rodez, im Süden Frankreichs entwickelte das Team von Georges Cassounel, dem Leiter des Pflegeheims „Foyer Emilie de Rodat“, ein Konzept zur Anpassung der Tagespflege an den wachsenden Anteil demenzbetroffener Gäste. Daraus sind die „Cantous“ entstanden, kleine überschaubare Wohngemeinschaften, in denen eine Gruppe pflegebedürftiger Senioren (häufig mit einer Demenz) zusammen lebt und rund um die Uhr betreut wird. Weitere Cantous entstanden schon bald in Paris und Straßburg.

 

 

1981     

 

Der Verein Wohnprojektberatung Alt und Jung e.V. eröffnet in Bielefeld das erste Wohngemeinschaftshaus. 1985 gründeten sich weitere drei Wohngemeinschaften. Ziel des Vereins ist, es Ältere und Jüngere, Menschen mit und ohne Demenz, Behinderte und Nicht-Behinderte im Wohnquartier zusammen zu bringen und ein Leben in Gemeinschaft  - unterstützt durch die Nachbarschaft – sicherzustellen. Dabei werden gleichzeitig Aspekte wie Barrierefreiheit, Teilhabe an der Gesellschaft, bei Bedarf umfassende Hilfe und Pflege sowie menschliche Begegnung berücksichtigt.

 

 

1980er Jahre  

 

In den westlichen Ländern (vor allem Schweden, USA, Kanada, Frankreich, Niederlande) entstehen immer mehr kleine familienähnliche Wohngruppen im Quartier (group-living) oder als abgetrennte, alltagsorientierte Wohngruppen in Heimen (Special Care Units).

 

 

1995     

 

Der Verein „Freunde alter Menschen e.V.“ in Berlin ist seit langem unzufrieden mit der Situation, wenn „alte Freunde“ aus ihrem vertrauten Kiez in ein Pflegeheim übersiedeln müssen. Nach ersten Erfahrungen mit gemeinschaftsorientierten Ansätzen gründet die Gruppe um Klaus Pawletko 1995 die erste Berliner Alten-WG. Durch Zusammenfassung mehrerer großer Wohnungen entsteht eine WG in der 6 Menschen mit einer Demenz rund-um-die Uhr von ambulanten Pflegekräften betreut werden. Bis zur Jahrtausendwende entstehen 10 ähnliche Projekte, heute geht man in Berlin von weit über 500 Demenz-WGs aus.

 

 

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Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz 
- eine kleine Chronologie
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